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Tips für die Ahnenforschung


Bei manchem beginnt es vielleicht mit einem alten Fotoalbum seiner Großmutter. Ein anderer bestaunt eine Familienchronik, geschrieben von einem entfernten Verwandten. Oder die von Opa schon so oft erzählte, langweilige Geschichte wird irgendwann zum zündenden Funken. Irgendwann regt sich in vielen Menschen das Interesse, nach den eigenen Wurzeln zu forschen.

Wer sich der Ahnenforschung widmen will, kann dies als lebenslanges Hobby verstehen, denn fertig wird man mit der Erstellung seines Stammbaumes nie. Je tiefer man in die Vergangenheit zurückgeht, desto mehr "Baustellen" werden sich bilden. Schon nach 10 Generationen ist man bei 2047 Personen angelangt!

Wie sehen die Schritte einer Ahnenforschung aus? Hier ein paar hilfreiche Tips. Zunächst einmal sollte man sich entscheiden, wie man die Ergebnisse seiner Ahnenforschung-Recherche festhalten will. Wer über keinen Computer verfügt, kann sich Ahnentafel-Vordrucke in vielen Variationen aus dem Handel besorgen. Anbieten tut sich jedoch die Organisation seiner Stammbaum-Daten auf dem PC. Hier gibt es eine Menge Software, teilweise sogar kostenlos. Die Installation einer Test-Version ist zu empfehlen, da die Programme in ihrer Benutzerfreundlichkeit stark variieren.

Dann kann es mit der Informationsbeschaffung schon losgehen. Zunächst wird man sich in der Familie umhören, die Eltern und Großeltern befragen, vielleicht zusammen in alten Fotos herumstöbern. Das Erinnerungsvermögen seiner Gesprächspartner entscheidet über das weitere Vorgehen. Nicht selten lernt man auf diesem Wege andere, entfernte Verwandte kennen, die wiederum etwas mehr wissen, andere Fotos zeigen und manche Geschichte erzählen können. Anschließend weiß man dann, warum sich Opa und Oma Sowieso und Onkel und Tante Soundso seit 15 Jahren nicht mehr grün sind. Es ist interessant, auch mal andere Versionen der Verwandtschafts-Geschichten zu hören, das erweitert den Horizont ungemein.

Nach dem Mündlichen das Schriftliche: wo vorhanden, müssen für die genauen Daten Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden her. Wenn nicht oder nicht mehr vorhanden, können diese Urkunden beim jeweiligen Standesamt als Kopie nachgefordert werden, ein entsprechender Verwandtschaftsnachweis ist vorzulegen. Was gibt es noch für Möglichkeiten? Vielleicht existiert auf irgendeinem Dachboden der Verwandtschaft ein schon mal vor Zeiten angefertigter Stammbaum oder sogar eine Familienchronik. Viele Großeltern haben auch noch einen sog. Arier-Nachweis im Besitz, eine Abstammungs-Urkunde aus dem dritten Reich, die Ahnenforschern das Leben sehr erleichtert. Ein wichtiger Faktor bei der Recherche ist natürlich schließlich das Internet. Es gibt eine Vielzahl von Quellen, die online erkundet werden können. Einige interessante Datenbanken findet man auf meiner Linkseite. Ein wichtiger Tip: notieren Sie zu jeder Info, die Sie in Ihre Unterlagen übertragen, die Quellen-Angabe! Sie wissen nach zwei Jahren garantiert nicht mehr, woher Sie die Geburtsdaten von UrGroßtante Frieda haben, ob aus einer Urkunde oder von jemandem, der sich nur vage erinnern konnte. Dies kann später jedoch mal wichtig sein, z.B. beim Abgleich von Daten anderer Ahnenforscher.

Da die Personenstandsregister erst seit 1874 in den Standesämtern geführt werden, muss bei allen Recherchen, die darüber hinaus gehen, auf Kirchenbücher zurückgegriffen werden. Diese Bücher, in denen Geburts- bzw. Tauf-, Trauungs- und Sterbedaten aufgezeichnet wurden, können bis in den Anfang des 16. Jh. zurückgehen. Kirchenbücher können auf Anfrage in den Kirchenarchiven eingesehen werden. Alternativ kann man in den Genealogie-Forschungsstellen der Mormonen-Kirche Mikrofilme der meisten Kirchenbücher zur Ansicht bestellen. Gerade für die Ahnenforschung in ehemals deutschen Ostgebieten kann sich dies als praktisch erweisen. So spart man sich oft die Fahrt ins Archiv. Zum Thema Archive findet man viele Infos auf der Homepage "Hinterpommern" von Gunthard Stübs oder direkt unter http://hinterpommern.de. Gerade Ahnenforscher mit Wurzeln in Pommern finden hier wertvolle Informationen.